Notiz
Am iPhone hilft der zweite Versuch
Safari lehnt das selbstsignierte Zertifikat des Cerbo erst ab. Ruft man dieselbe Adresse noch einmal auf, ist man drin. Ich hatte daraus geschlossen, es gehe gar nicht.
Worum es geht: Ein Cerbo GX bringt eine eigene Weboberfläche mit, in der Ausbaustufe „large” zusätzlich Node-RED. Erreichbar ist das über die Adresse des Geräts im heimischen Netz, per HTTPS. Das Zertifikat dafür stellt das Gerät sich selbst aus.
Vom Rechner ist das kein Problem: Warnung wegklicken, weiter. Am iPhone sieht es zunächst aus, als ginge es gar nicht. Safari zeigt „Trotzdem öffnen” an und lädt danach doch nichts.
Was hilft
Dieselbe Adresse einfach noch einmal aufrufen. Beim zweiten Anlauf über die interne IP kommt man durch.
Das klingt zu banal, um es aufzuschreiben. Aber wer es einmal versucht, die Meldung sieht und dann aufhört, hält das Gerät für unerreichbar. Genau so ist es mir gegangen.
Warum es überhaupt hakt
Das mitgelieferte Zertifikat verletzt zwei Regeln, die Apple seit iOS 13 durchsetzt:
- Es hat keinen
subjectAltName. Der Rechnername steht nur im veraltetenCN-Feld, und das wertet iOS nicht mehr aus. - Es läuft rund tausend Jahre. Apple akzeptiert höchstens 398 Tage.
Jede der beiden Regeln allein reicht für die Warnung. Deshalb wirkt der erste Versuch wie eine Sackgasse.
Bequemer bleibt das VRM-Portal
Wer die Endpunkte ohnehin von unterwegs braucht, nimmt Victrons Fernzugriff über
vrm.victronenergy.com. Gleiches Gerät, gültiges Zertifikat, keine Warnung.
Ein Nebeneffekt, den man kennen sollte, wenn man eigene Seiten auf dem Cerbo baut:
VRM setzt einen Präfix vor jeden Pfad. Eine Seite, die ihre Daten von /status
holt, geht direkt aufgerufen. Über VRM läuft jeder Aufruf ins Leere. Wer das
vermeiden will, baut die Pfade relativ zur aktuellen Adresse statt absolut.
Korrektur
Hier stand vorher, es gebe keinen Weg außer VRM, und „Trotzdem öffnen” sei wirkungslos. Das war zu absolut. Es wirkt, nur eben nicht beim ersten Anlauf.