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Hinter der Seite

Kurz vorweg, weil es erklärt, warum hier auch die Sackgassen stehen: Ich habe nichts Technisches gelernt.

Daniel vor dem Schiefen Turm von Pisa, die Hand am Turm, als würde er ihn stützen
Ja, dieses Foto. Macht jeder. Ich auch.

Wer hier schreibt

Daniel, Jahrgang 1975, aus Köln. Aufgewachsen mit Campingplatz: Meine Eltern haben mich in den Siebzigern schon mitgenommen, da war ich ein paar Jahre alt. Das hat offenbar gehalten.

Beruflich bin ich Notfallsanitäter, seit 1993 im Rettungsdienst. Technisch gelernt habe ich nichts: kein Elektriker, kein Informatiker, keine Ausbildung, in der mir jemand Leitungsquerschnitte oder Bitmasken beigebracht hätte. Alles, was auf dieser Seite steht, habe ich mir selbst angeeignet, mit Tutorials, mit Datenblättern und vor allem damit, Dinge auszuprobieren. Technik verstehe ich relativ schnell; der Rest ist Fleiß.

Angefangen hat das lange vor dem Internet. Als man noch mit Bestellschein aus dem Katalog bestellte, haben meine Freunde und ich uns Bausätze bei Conrad Elektronik kommen lassen und selbst zusammengelötet: Radios, Lichtschranken für die Kinderzimmertür. Bis das kleine Paket ankam, vergingen schon mal drei Wochen. Das Warten gehörte dazu. Und in alles andere, was im Haus stand, haben wir hineingeschaut, um es zu verbessern.

Nicht jedes Gerät hat das überlebt.

Warum die Seite so aussieht, wie sie aussieht

Wer sich etwas selbst beibringt, kennt die Stellen, an denen man hängenbleibt. Und ärgert sich über Anleitungen, die so tun, als hätte alles beim ersten Versuch geklappt.

Deshalb stehen hier auch die Sackgassen: die falschen Vermutungen, der Abend, an dem die Ursache am Ende ein ausgeschalteter Schalter war, und die Sätze „das war schlicht falsch". Das ist keine Koketterie. Die Sackgasse ist oft der nützlichere Teil. Den richtigen Weg findet man auch allein, die Abzweigung, an der es schiefgeht, meistens nicht.

Das erste Projekt am Wohnmobil

Nicht das größte, aber das erste – und es hat die Richtung für alles Weitere vorgegeben. Kurz nachdem der Flair 2019 dastand: die 90-Ah-Wohnraumbatterie raus, Solar aufs Dach, eine vernünftige Wasserpumpe rein und ordentliche Filter dazu.

Dahinter steckt eine Definition, die mir bis heute wichtig ist:Autark sein heißt nicht nur, duschen und aufs Klo gehen zu können. Es heißt auch, das eigene Wasser zu trinken und damit zu kochen. Sonst schleppt man Kanister, und die Unabhängigkeit endet an der Kaffeemaschine.

Von dort ist der Rest gewachsen. Aus 90 Amperestunden sind inzwischen 560 geworden, aus einem Gedanken über Solar zwei Laderegler. Und irgendwann wollte ich nicht mehr raten, wie viel Gas, Diesel und Wasser tatsächlich an Bord sind. Genau davon handelt diese Seite.

Alte Technik am Leben halten

Das wirkt erst mal wie ein Widerspruch zum Rest dieser Seite: hier ein Fahrzeug von 1998, dort Bluetooth-Sensorik, MQTT und Node-RED. Für mich gehört beides zusammen. Ich mag alte Autos, und ich mag es, alte Technik am Leben zu halten.

Der Punkt ist die Substanz. Dieser Aufbau ist noch wertig gebaut. Neuere Wohnmobile haben mehr Komfort, gar keine Frage. Aber vieles darin ist leichtes Holz. Den Unterschied sieht man nicht im Verkaufsraum, sondern erst nach ein paar Jahren.

Neue Technik hineinzubauen widerspricht dem nicht. Sie ist eher der Grund, warum das alte Fahrzeug weiterfahren kann: Ein Sensor, der sagt, wie viel Diesel wirklich im Tank ist, kostet wenig und macht aus einer Unsicherheit eine Zahl.Was substanziell gut ist, bleibt. Was fehlt, kommt dazu.

Man sieht es dem Fahrzeug nicht an

Wer außen um den Flair herumgeht, bemerkt von alldem fast nichts. Bis auf die Folierung ist keine der Nachrüstungen von draußen zu erkennen. Alles liegt unter der Haube, nichts ist aufputz verlegt.

Das ist Absicht. Auf Verkaufsportalen sieht man regelmäßig Fahrzeuge, bei denen jede Nachrüstung als Kabelkanal quer über die Wand endet: Bastelbude. Genau das wollte ich nicht. Was sichtbar ist, ist dezent: das 5-Zoll-Touchdisplay von Victron, ein paar neue Klappen außen, und die LED-Beleuchtung, die ausgeschaltet schlicht nicht zu sehen ist.

Es ist dabei nicht nur Geschmack. Was ordentlich verlegt und beschriftet ist, versteht man Jahre später noch. Deshalb die Schildchen an den Kabeln auf den Fotos in den Projekten: nicht fürs Foto, sondern für den Abend, an dem etwas nicht tut und man nicht raten will.

Die Fahrzeuge

Vor dem Flair fuhr ich einen Clou 670F auf VW LT 55, Baujahr 1987– meine rollende Zweiraumwohnung. Ihn wieder herzurichten hätte allerdings jeden vernünftigen Kostenrahmen gesprengt. Irgendwann ist das keine Frage der Zuneigung mehr, sondern eine Rechenaufgabe.

Seit 2019 steht ein Niesmann+Bischoff Flair 6000 davor, Baujahr 1998. Drei Dinge waren mir bei der Auswahl wichtig:

  • Der stabile Aufbau. Siehe oben. Das war der eigentliche Grund.
  • Dusche getrennt vom WC. Klingt nach Luxus. Ist es auch, und über mehrere Wochen unterwegs macht es den Unterschied.
  • Teilintegriert, auch wegen der Sicherheit: Das Fahrerhaus bleibt das des Basisfahrzeugs, mit allem, was der Hersteller dort an Struktur vorgesehen hat.

Was seitdem daran passiert ist, steht in den Projekten. Die Geschichte des Fahrzeugs selbst bekommt eine eigene Seite, mit den Bildern von dem Tag, an dem ich ihn gekauft habe, und ein paar alten Prospekten.

Kontakt

info@cologneone.de. Fragen, Korrekturen und „bei mir war das anders" sind ausdrücklich willkommen. Gerade das Letzte.

Das Kleingedruckte

Keine Werbung, keine bezahlten Empfehlungen, keine Verbindung zu den Herstellern, deren Geräte hier vorkommen. Alles, was hier steht, stammt aus dem eigenen Fahrzeug und der eigenen Werkstatt. Wo ich etwas nicht weiß, steht das dabei. Wo ich mich geirrt habe, bleibt der Irrtum stehen und die Korrektur daneben.

Und der übliche Satz, der leider nötig ist: Wer an seiner eigenen Anlage nachbaut, prüft Querschnitte, Absicherung und Gasinstallation selbst, im Zweifel bei jemandem, der das beruflich macht.